Wie du deinen Stress endlich los wirst!

Wie? Den Stress loswerden? Nachhaltig? Wie soll das gehen fragen sich jetzt die meisten LeserInnen.

Sind doch oft die äußeren Umstände daran schuld, dass man Stress hat und gegen die kann man ja nichts machen – oder?!

Jeder kennt Stress, viele haben ihn, und meistens hat man ein gespaltenes Verhältnis zu ihm. Einerseits gefällt es uns, denn sagen zu können „ich bin gestresst“, ist ja gleichbedeutend mit „ich habe etwas geleistet“. Andrerseits nervt es uns oder kostet uns gar den „letzten Nerv“ – Stichwort Burnout.

In der Betrieblichen Gesundheitsförderung gilt dem Stress die größte Aufmerksamkeit, Programme werden entwickelt um

  1.  seine Ursachen zu ergründen und
  2.  ihm den Gar auszumachen.

Firmen, Institutionen, Organisationen, sogar der Staat selbst, beschäftigt eine Heerschar von Wissenschaftlern, Beratern, Therapeuten, Organisationsentwicklern….usw. nur um diesem zentralen Thema Ruhe zu verschaffen.

Denn eines ist Fakt, der Stress hat uns im Griff! Und er kostet Unmengen an Geld – Krankenkassen und Unternehmen sind gefordert, denn die Ausfallsrate von Mitarbeiten auf Grund von stressbedingten Krankheitsbildern ist hoch. Googelt man dazu, so findet man Unmengen an Forschungsarbeiten, Statistiken und Lösungsmodellen.

Burnout& Resilienz

2 Begriffe tauchen häufig in Kombination zum Thema auf: Burnout und Resilienz.

Ist Stress der große Überbegriff so ist Burnout die Schattenseite und Resilienz das Licht. Die 2 Seiten einer Medaille.

Burnout

kennt mittlerweile jeder, das berühmt berüchtigte Ausbrennen, vor dem sich einige fürchten, und das andere schon längst erlebt haben. Ein inflationär verwendeter Begriff. Genaugenommen auch keine Diagnose, die wäre entsprechend den Symptomen dann Depression, die steht am Ende der Spirale, dann wenn die Flamme der Begeisterung und des Engagements erloschen ist, dann ist es dunkel.

Herbert Freudenberger & Gail North, haben das 12 Stufen Modell entwickelt und anhand dessen erkennt man ganz gut, ob man eventuell Handlungsbedarf hat:

 

Im Netz gibt es auch sogenannte „Ampel-Tests“ mit denen man rasch einen Überblick bekommen kann ob man bereits in einer gefährdeten Burnout-Stufe ist:

https://www.topos-online.at/f/burnout-ampel-test.htm

All das sind schnelle Selbsttests, die natürlich keine Fachgespräche ersetzen, aber eventuell helfen zu erkennen wo man gerade steht.

Meist spürt man es selbst ohnehin am besten, aber sich einzugestehen, dass eine Überbelastung vorliegt und Handlungsbedarf besteht, ist oftmals der schwerste Schritt.

Ist man soweit, kann Beratung helfen, Lösungen zu erarbeiten. Hilfe in Anspruch zu nehmen ist keine Schwäche! Wenn zu Hause die Toilette verstopft ist und alle „Selbst-Reparatur-Versuche“ scheitern, dann lässt man es ja auch nicht so wie es ist, sondern holt den Profi. Das darf man sich auch selbst wert sein!

Resilienz

hingegen ist weniger bekannt, ein Begriff, eine Fähigkeit, die immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt, sie ist der Schlüssel, die Hoffnung. Die Kraft die in allen von uns schlummert, und die wir immer aktivieren können, sofern wir beginnen den Focus darauf zu lenken.

Entgegen früheren Forschungsergebnissen, ist Resilienz eine uns innewohnende Energie, die zu jeder Lebenszeit trainiert werden kann. Ihre Parameter liegen im ganzheitlichen Konzept:

Food*Move*Mind

  • Ausgewogene, gesunde Ernährung, die dem Körper zu ausreichend Energie verhilft.
  • Regelmäßige Bewegung um einerseits Muskeln und Gelenke elastisch zu erhalten und andrerseits den Stoffwechsel anzuregen.
  • Auf die Psychohygiene achten, Achtsamkeit mit sich und gute Selbstwahrnehmung, denn zu viele negative Gedanken vergiften die Gesamtbefindlichkeit. (Stichwort: Psychoneuroimmunologie).

Warum sind wir uns selbst nichts wert?

Diese 3 sehr bekannten, lebenswichtigen Grundsätze gehören zusammen, sie sind bei harmonischem Zusammenspiel und optimaler, alltäglicher Anwendung der Schlüssel zu Zufriedenheit und einem Dasein fernab von Stress.

Hört sich so einfach an, aber wir alle kennen das, die besten Vorsätze (gerade war ja auch Jahreswechsel, die Hochsaison für Vorsätze) helfen nicht, wenn man nicht dran bleibt.

Wir alle wissen wie es geht, was gut und hilfreich, gesund und motivierend ist, wenn da nicht das Aber wäre - die fehlende Motivation. Die Bequemlichkeit treibt uns immer wieder in die Komfortzone zurück.

Laut Studie braucht es 30 Tage um eine Gewohnheit zu entwickeln, und weitere 6 Monate, um sie im Alltag zu verankern. Ganz schön lange, wenn man bedenkt, dass es schon schwer ist eine Ernährungsumstellung oder sportliche Betätigungen für ein paar Tage zu verändern.

Leider denken die meisten dann: „Naja, ich kann das halt nicht, ich bin eben nicht dafür gemacht so konsequent zu sein.“ „Gut, dann muss ich mich eben damit abfinden, dass ich das nicht schaffe.“ „Ich darf mich eben nicht vergleichen mit dem/ der KollegIn, die sind aus einem anderen Holz gebaut, die haben halt von Grund auf bessere Voraussetzungen.“

So, oder so ähnlich fügt man sich, im negativen Selbstdialog, in sein Schicksal und kommt selten auf die Idee, dass es für jeden die Chance zur Veränderung gibt. So leben wir dahin, bis der Leidensdruck so groß und die körperlichen Warnsignale dermaßen alarmierend sind, dass wir gezwungen sind zu handeln. Natürlich braucht es besondere Motivation, oder Hilfe um destruktive Glaubenssätze aufzuspüren und zu verändern. Einen Plan und Gleichgesinnte, die einen auf dem Weg Hilfe geben. Die Frage ist, warum sind wir uns das nicht wert wenn wir (noch) gesund sind?

Raus aus der Komfortzone!

All jene, die diese Erfahrung schon machen durften wissen um diesen „Zauber des Anfangs“, kennen die positiven Auswirkungen der Veränderung, und der Kraft die dem entspringt und diese Kraft nennt man Resilienz.

Betrachtet man die Prozesse die biochemisch/ neurologisch im Körper ablaufen genauer, so erschließt sich eine faszinierende Welt, und es wird einem so einiges klar, was früher nur als magische Worthülse unter gekommen ist:

- Wahre Kraft kommt von innen

- Die Macht der Gedanken

- Glaube kann Berge versetzen

- If you can dream it, you can do it

- Achte auf deine Gedanken denn sie werden zu Worten, achte auf deine Worte, denn sie werden zu Handlungen, achte auf deine Handlungen denn sie werden Gewohnheiten….

-  In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist

- Wer in Bewegung ist, bleibt beweglich

Unendlich viele Zitate, Sprichwörter, Aphorismen und Metaphern erzählen uns von der Kraft die in jedem von uns schlummert.

Wege in die Resilienz - möge die Kraft mit dir sein!

Kleine Schritte führen zum großen Ziel, und besser langsam und beständig als zu schnell und damit scheitern.

  • Erste Schritte sind immer Bewusstmachung:
  1. Wo stehe ich, wie ist die IST-Situation
  2. Was fehlt oder ist zu viel vorhanden?
  3. Wer oder Was verursacht mir Stress?
  4. Wie organisiere ich mich – Zeitmanagement?
  5. Wie selbstbestimmt kann ich agieren?
  6. Bekomme ich genug Anerkennung?
  7. Habe ich ausreichend Freiraum?
  8. Habe ich noch Freude?
  9. Setze ich mir Ziele?
  10. Habe ich Spaß am Leben?

 

Legen euch ein Tagebuch an und schreibt exemplarische Tage auf:

  • Was passiert in der Arbeit, zu Hause, im Freundeskreis
  • Wie fühle ich mich
  • Was sind (Wunsch) Lösungen
  • Was mache ich in der Freizeit
  • Wie ernähre ich mich
  • Wie sieht meine tägliche Bewegung aus
  • Habe ich alle Informationen die ich brauche
  • Wer kann mir helfen
  • Wie sieht mein Kaffee, Nikotin, Alkoholkonsum aus?

All das sind wichtige Grundlagen zum Erarbeiten eines ganz individuellen Resilogramms. Ist das schon zu viel, und ihr habt das Gefühl jeder Wimpernschlag kostet euch alle Kraft, dann ist ein Besuch bei eurer ÄrztIn und/ oder BeraterIn  dringend empfohlen. Wartet nicht bis ihr zusammenbrecht!

  • Umsetzung

Wenn die Analyse abgeschlossen ist, und nach wie vor Kraft vorhanden ist, dann gilt es die Pläne in die Tat umzusetzen, bei einigen gilt es an der Ernährung Veränderungen herbeizuführen, bei anderen beim Thema Bewegung, manche benötigen einen rundum Plan um wieder ein gesundes und lustvolles Leben zu führen. Das Wichtigste achtet auf eure Stimmung, behaltet die Freude – wenn immer wiederkehrende, innere Wiederstände auftauchen, oder ihr nicht und nicht vorankommt, lohnt es sich das mit einem Profi zu checken. Ein Coach erarbeitet mit euch neue Mindsets und und hilft, Hinderliches zu beseitigen.

Mit den Ergebnissen aus Punkt A. wisst ihr nun auch wer Unterstützung sein kann, wo  Gleichgesinnte zu finden sind und wie dieses hilfreiche Netzwerk aktiviert werden kann.

Jetzt heißt es DURCHHALTEN und die tägliche Portion Motivation finden.

Kleine kreative Hilfsmittel sind dabei schöne Anhaltspunkte:

  • Bunte Post-its mit aufmunternden Slogans wie „DU SCHAFFST DAS“ oder „DU BIST TOLL!“
  • Erinnerungsfunktionen am Handy können sehr gute Begleiter sein.
  • Das „jeden Tag etwas positives zu berichten“ Glas – man sammelt tolle Ereignisse, notiert sie auf kleinen Zettelchen und füllt ein großes Gurkenglas damit an. Geht es einem einmal nicht so gut, kann man sehen was schon alles umgesetzt wurde.
  • Einen Masterplan erstellen, dh auf einem A1 oder A2 Karton einen Wochenplan mit Zeiteinteilung aufzeichnen und eine gut sichtbare Planung vornehmen, möglichst bunt und mit Bildern unterstützt.
  • Eine Motivationscollage basteln - ja BASTELN ;-) Liebe Herren der Schöpfung, das tut aber der Seele gut!
  • Zwischenziele planen – daher wenn man ein kleines Ziel erreicht hat gibt es eine kleine Belohnung (das immer schriftlich festhalten, was ist das Ziel und wie sieht die Belohnung aus)
  • Tue es und sprich darüber – teile deine Begeisterung über deine noch so winzigen Erfolge, erzähl sie deinen Liebsten und auch KollegInnen (eventuell steckst du dann auch andere damit an etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun.)
  • …und vieles mehr, lass deiner Kreativität freien Lauf und zieh heran was auch immer dir hilft!

Hast du das mehr als 30 Tage durchgehalten, ist der erste große Schritt getan, dann beginnt es sich in deinem Leben zu etablieren, die Gewohnheitsspur und damit dein Gehirn bauen sich um, es werden neue neuronale Verknüpfungen gebildet und wenn die fixiert sind (was ca. nach 6 Monaten der Fall ist) hast du die Umstellung so erreicht, dass sie zu dir gehört wie das tägliche Zähne putzen.

Dran bleiben lohnt sich!

Lass dich nicht von Stress unterkriegen, kreiere dein ganz persönliches ERFOLGSERLEBNIS!

Text: Beate Janota

Bild: Sylvia Fischer

 

KONTAKT

Beate Janota
 +43 (0)699 / 1 811 79 99
 beate@liebesambulanz.at

Praxis:
2540 Bad Vöslau
Hochstraße 23

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