Ganz gleich auf welche Art und Weise man sich für das Singledasein entscheidet, gewollt oder ungewollt, freiwillig oder unfreiwillig, es ist eine Tatsache, dass man diesen IST – Zustand akzeptieren und annehmen muss.

Das Singledasein ist ein ganz besonderer Umstand mit eigenen Höhen und Tiefen. Mit bestimmten Freiheiten, Bereicherungen und Triumphen. Und das Beste wäre, man verwandelt das anfangs niederschmetternde Single - Feeling mit der Zeit in ein Hochgefühl.



Im Grunde gliedert sich das Singledasein in drei große Abschnitte:

  1. Einen Abschluss finden
  2. Eine Liebesbeziehung zu sich selbst
  3. Neubeginn

 

 

  1. Einen Abschluss finden


    Wie gesagt beginnt das Singledasein ja mit einer Trennung und, um die Zukunft frei und glücklich leben zu können, muss man sich von alten Verhaltensmustern lösen und all die Gefühle, die auftauchen, anerkennen.

    Gefühle haben einen Sinn, sie sind Zeichen. Gefühle sind wie der Mann, der den Strom abliest – sie wollen wahrgenommen werden, und dann verschwinden sie wieder. Werden sie ignoriert, kommen sie immer wieder, wie der Mann vom Elektrizitätswerk, und nerven bis man es gelernt hat, den emotionalen Stromzähler selbst zu lesen.

    Deine Gefühle sind der Schlüssel zu dir selbst.

    In dieser Zeit der Wahrnehmung der Gefühle ist es besonders wichtig, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, immer wieder in sich hinein zu hören „Was empfinde ich gerade?“ Und wenn der Schmerz auftaucht, ihm gezielt nachgehen und ihn wahrnehmen und sich auch die Frage stellen „Wie wäre es, wenn es völlig in Ordnung wäre, mich so zu fühlen?“

  2. Eine Liebesbeziehung mit sich selbst


    Angekommen!
    Wo?
    Bei sich selbst!
    Man ist jetzt eine Hälfte von Nichts, das Ganze vom Ganzen, und jetzt gilt es herauszufinden wer, wie, was wo. . .das Ganze isWie sieht es aus?

    •    Welche Farbe hat es?
    •    Was macht es gerne?
    •    Nach welcher Musik tanzt es gerne?

    Es ist die wunderbare Chance, sich - auf eine ganz besondere Art und Weise - kennen zu lernen.

    Nach einer Formel des Psychologen Erik Erikson müssen wir in bestimmten Lebensphasen bestimmte Aufgaben meistern.

    Er meint, dass wir als Teenager eine Phase der Identitätsfindung durchwandern müssen, um uns von Eltern, Lehrern und Freunden abzunabeln, um herauszufinden wer wir sind.

    Als Erwachsene durchleben wir eine Phase der Intimität, um wieder Partnerschaften, Freundschaften und Beziehungen aufbauen zu können.

    Und nach jeder Form der Lebenskrise, sei es nun eine Trennung, ein Todesfall oder auch der Verlust des Arbeitsplatzes, müssen wir uns neu definieren.

    Also wieder Identität vor Intimität, denn wie können wir uns auf eine Verbindung mit anderen Menschen einlassen, wenn wir nicht wissen, wer wir sind und was wir wollen?!

    In der zweiten Singlephase gilt es, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, ganz bewusst darauf zu achten, was unsere Bedürfnisse sind.

    Und ganz gleich, wie man es anstellt, wichtig ist, darauf zu achten, sich selbst treu zu bleiben.

    Es ist die Zeit, in der man all das verwirklichen kann, wozu man schon immer Lust hatte.

    Ein deutscher Publizist sagte einmal: „Ich liebe mein zeitweiliges Singledasein, denn ich bin immer für mich da, wenn ich mich brauche!“

  3. Neubeginn


    Irgendwann kommt die Zeit; da man wieder Lust auf das Zusammentreffen mit dem anderen Geschlecht hat.

    So ein Neubeginn sieht natürlich ganz unterschiedlich aus und wird allein durch die Wünsche und Vorstellungen, die man davon hat, definiert.

    Wenn man ganz genau weiß, was man will, dann wird man dies auch anziehen. Alles, was ich ausstrahle, ziehe ich an. Daher ist es das Allerwichtigste, zu wissen, was man will. Je detaillierter das Ziel definiert ist, desto leichter kann man es erreichen.

    Hilfreich ist es, in solchen Situationen, die eigenen Wünsche, Träume und Visionen von einem Neubeginn, einem Partner, einer Beziehung oder Freundschaft aufzuschreiben. Dann hat man Schwarz auf Weiß vor sich, wie diese aussehen, und kann alles im Zweifelsfalle nochmals überdenken und neu formulieren.

    Um einem Menschen begegnen zu können muss ich mich öffnen, neugierig sein und nicht von vornherein jeden potentiellen Partner durch ein vorgefertigtes Raster scannen. Wünsche sind eine Sache, Erwartungen eine Weitere. Viele Singles laufen herum und „sieben“ nach extrem strengen, eigens angefertigten Regeln und wenn ein Mensch diese nicht erfüllt wird er oder sie bereits zu Beginn wieder zurück in den „Froschteich“ geworfen. Menschen sind aber keine Produkte. Sie sind Lebewesen mit Ecken und Kanten und eine Partnerschaft ist auch keine Sache die man punktuell „einkaufen“ kann. Sie braucht Zeit sich zu entwickeln, ihr Potential entfalten zu können.

    Zeit ist einer der wichtigsten Faktoren für eine beginnende Partnerschaft und zwar Zeit sich an den Umstand gewöhnen zu können, dass da auf einmal ein Gegenüber ist auf das man sich einstellen muss. Wenn man lange alleine gelebt hat vergisst man wie es ist, wenn da auf einmal Jemand ist. Zeit um die Welt des anderen entdecken zu können und Zeit die eigene Welt präsentieren zu können – Schritt für Schritt.

 


Text: Beate Janota
Bild: Fotolia

 

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